Creativ Mehrfarbentupftechnik mit Dispersionsfarbe für mehrfarbige, zusammenhängende, offene, wolkig punktierte Oberflächen mit gering plastischer Struktur.
Die Abbildung vermittelt einen ersten Eindruck des zu erzielenden Oberflächeneffektes, je nach Ausführung der Creativ Technik. Zur Auswahl und Beurteilung von Farbtönen empfehlen wir, Musterflächen anzulegen.
Für hochwertige, individuelle Gestaltungen an Wand- und Deckenflächen im Innenbereich. Besonders zur optischen Betonung von Teil- oder Kleinflächen, z. B. Wandspiegeln,
Schmuckbandausführungen, Säulen etc. Aufgrund der Teilflächenbearbeitung auch auf größeren Flächen einsetzbar.
Der Untergrund muss fest, trocken, sauber und tragfähig sowie porenfrei und glatt gespachtelt sein, z. B. mit Handspachtel H 1882. Die geschliffenen, staubfreien Flächen mit Lacryl Tiefgrund LF 595 grundieren.
Der Untergrund, z. B. Raufaser, CreaGlas Gewebe, muss fest, trocken, sauber, tragfähig sowie für den Aufbau der nachfolgenden Creativ Technik vorbereitet und geeignet sein.
Dolomit ELF 900, je nach Ausführung weiß oder getönt, gleichmäßig deckend, ohne Struktur mit der Kurzflor-Farbwalze 1217 auftragen.
Historische Technik mit mehrfarbigem, offenem, punktartigem Effekt. Sie entstand aus einer Abwandlung des graphischen Pointilismus (Malstil des späten 19. Jahrhunderts), bei dem reine Farbtöne in Punkten oder Strichen auf die Leinwand gebracht wurden. Die neben- und übereinander gesetzten Farbtupfen verschmolzen auf der Netzhaut miteinander zu abgestuften Farbtönen bei Betrachtung aus einer gewisser Entfernung.
Bei der Mehrfarbentupftechnik zeichnet sich die Fläche durch Individualität und Dynamik aus.
Von weitem betrachtet wirken diese Flächen wolkig lebhaft.
Aus der Nähe ist dann die charakteristische, punktartige Mehrfarbigkeit zu erkennen.
Getönte Dispersionsfarbe wird mit einem Naturschwamm auf einen glatten oder strukturierten Untergrund individuell und unsystematisch aufgestupft. Hierdurch entsteht eine luftige, lebendige, punktartige Oberfläche mit der individuellen Struktur des Auftragswerkzeuges (Naturschwamm).
Einen angefeuchteten Naturschwamm 1468 mit Dolomit ELF 900, weiß oder getönt, benetzen. Überschüssiges Material durch Aufstupfen des Schwamms auf einen sauberen Karton o. Ä. entfernen. Der so präparierte Naturschwamm wird dann mit gleich bleibendem
Druck auf den Untergrund im Stupfverfahren aufgedrückt.
Hierbei die einzelnen Stupfstrukturen mit großem, relativ gleichmäßigem Abstand zueinander, ohne System auf der Fläche anlegen. Beim Stupfvorgang auf eine gleichmäßige Materialauftragsmenge sowie individuelle Strukturausbildung achten. Den Schwamm immer wieder neu benetzen und zwischendurch reinigen.
Die verbleibenden Freiräume nach ausreichender Trocknung der bereits aufgetragenen Schwammstrukturen unsystematisch verschließen. Dabei dürfen die vorhandenen Stupfstrukturen überlappt werden.
Nach Trocknung des ersten Dekogangs den zweiten wie vor beschrieben mit neuem Farbton ausführen.
Grundsätzlich werden die Creativ Techniken durch die individuelle Handschrift des Verarbeiters geprägt. Daher sollte jeder Arbeitsschritt der Dekogänge, insbesondere bei großen, zusammenhängenden Flächen, jeweils nur von einer Person ausgeführt werden.
Diese Angaben basieren auf langjähriger praktischer Erfahrung. Der Inhalt bekundet kein vertragliches Rechtsverhältnis.
Der Verarbeiter wird nicht davon entbunden, unsere Produkte auf ihre Eignung für die vorgesehene Anwendung in eigener Verantwortung zu prüfen.
Darüber hinaus gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Beim Stupfen sollte der Verarbeiter seine Position ständig verändern, damit ein harmonisches, einheitliches Oberflächenbild entsteht und unerwünschte Muster vermieden werden.
Das Gesamtbild einer Creativ Technik wird beeinflusst von der Farbtonauswahl und -kombination, der jeweiligen Ausführung der Technik sowie der individuellen Handschrift des Verarbeiters. Wir empfehlen, die Beurteilung des Gesamtbildes anhand von Musterflächen vorzunehmen.
Zur weiteren Ausführung die Angaben in den Praxismerkblättern der zur Anwendung kommenden Produkte beachten.
Die beschriebene Ausführung dieser Technik ist eine bewährte Standardvariante und kann je nach Kreativität des Anwenders individuell abgewandelt und erweitert werden.
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