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Granitstein - Farbtechnik

Granitstein - Farbtechnik

Granitstein - Farbtechnik

Creativ Granitsteintechnik mit Dispersionsfarbe für ungleichmäßige, farbige, zusammenhängende Oberflächen mit Granitsteincharakter Die Abbildung vermittelt einen ersten Eindruck des zu erzielenden Oberflächeneffektes, je nach Ausführung der Creativ Technik. Zur Auswahl und Beurteilung von Farbtönen empfehlen wir, Musterflächen anzulegen.

Ausführung

Untergrundbeschaffenheit glatt:

Der Untergrund muss fest, trocken, sauber und tragfähig sowie porenfrei und glatt gespachtelt sein, z. B. mit Handspachtel LF 1884. Die geschliffenen, staubfreien Flächen mit Lacryl Tiefgrund LF 595 grundieren.

Grundanstrich Acryl-Fassadenfarbe 100, je nach Ausführung weiß, gleichmäßig deckend, ohne Struktur mit der Kurzflor-Farbwalze 1217 auftragen.

Flächenaufteilung und Fugenausbildung In der Regel wird diese Creativ Technik in einzelne Teilflächen gegliedert. Besonders geeignet sind realistische Flächenaufteilungen, z. B. Steinquaderformate inkl. der Fugen. Die festgelegte Aufteilung mit einem Bleistift vorsichtig aufzeichnen.

Die Fugen entsprechend der angelegten Flächenaufteilung mit Tesaflex Linierband 3008, 3 mm, doppelt abkleben.

Spachtelung

Latexplastik matt LF 904 weiß bzw. eingefärbt in mittlerer Schichtdicke mit der HeizkörperFarbrolle 1492 auftragen und mit der Schaumstoff-Strukturwalze 1104 verschlichtend strukturieren. Nasse Schicht mit einem Duo-Flex-Flächenspachtel, rostfrei 1290 oder dem WDVS Flächenspachtel 1341 glätten. Nach Trocknung der Spachtelung die Flächen mit feinem Schleifpapier von Hand oder maschinell mit dem Festool Rotex Ro 150 EPlus 3247 mit Absaugung bis zur Oberflächenglätte schleifen. Abschließend die Flächen mit Latexplastik matt LF 904 nochmals abporen und nach Trocknung wie vor beschrieben vorsichtig schleifen und entstauben.

Vor dem Zwischenanstrich die Klebebänder entfernen. Hierzu die Flächen mit dem Viskose - Schwamm 1270 anfeuchten und nach einer kurzen Einwirkzeit das Tesaflex Linierband 3008 vorsichtig entfernen. Nach Trocknung die Fugen erneut ein Mal abkleben.

Charakteristik Granit ist unter der Erdoberfläche erkaltetes Magma und besteht aus verschiedenen Mineralien, die im Erdinneren auskristallisiert sind. Die einzelnen Mineralkörner sind so grob, dass man sie mit dem bloßen Auge erkennen kann.

Die Granitsteintechnik, abgeleitet von der Mehrfarbenstupftechnik, ermöglicht die rationelle und sehr authentische Nachempfindung von poliertem, feinkörnigem Granitstein. Aufeinander abgestimmte Dispersionsfarbtöne werden mit einem Naturschwamm auf einen glatten Untergrund im relativ dichten Stupfverfahren individuell und unsystematisch aufgetragen.

Anwendungsbereich

Für hochwertige, individuelle Gestaltungen an Wandflächen im Innenbereich. Diese Technik kann sowohl auf Kleinflächen als auch auf Großflächen eingesetzt werden. Insbesondere einzelne Raumelemente wie Pfeiler oder Säulen können mit dieser Technik wirkungsvoll in Szene gesetzt werden.

Feinschliff

Um grobe strukturbedingte Unebenheiten zu glätten, die Flächen nach Trocknung mit

dem Kork-Schleifklotz 1267 oder dem Rotex RO 150 E-Plus grob vorschleifen und mit feinem Schleifpapier von Hand nachschleifen.

Überzug

2x Lacryl Holzsiegel 264, glänzend, gleichmäßig, ohne Struktur mit der Kurzflor-Farbwalze 1217 auftragen und sofort mit der Schaumstoff-Lackierwalze, bügelseitig rund 1135, nachbehandeln, sodass die Fläche sehr fein und einheitlich strukturiert ist. Direkt nach dem ersten Auftrag die Klebebänder entfernen.

Vor dem zweiten Anstrich die Flächen nach ausreichender Trocknung mit feinem Schleifpapier behutsam schleifen.

Fugenausbildung

Handspachtel H 1882, leicht eingefärbt mit Dolomit ELF 900, getönt, mit dem Finger oder einem Lappen in die Fugen einarbeiten. Überschüssiges Material mit dem angefeuchteten Viskose-Schwamm 1270 behutsam entfernen.

Nach ausreichender Trocknung die Flächen erneut mit einem Viskose-Schwamm 1270 anfeuchten und restliche Schlieren vorsichtig entfernen.

Nach Trocknung die Flächen gut reinigen, ggf. schleifen und noch einmal mit Lacryl Holzsiegel 264, glänzend, mit ca. 25 % Wasser verdünnt, wie unter Überzug beschrieben, überstreichen.

Hinweis

Klebebänder erst direkt vor jedem Arbeitsgang anbringen und unmittelbar danach wieder entfernen.

Beim Stupfen sollte der Verarbeiter seine Position ständig verändern, damit ein harmonisches, einheitliches Oberflächenbild entsteht und unerwünschte Muster vermieden werden.

Bei sehr dickschichtigem Auftrag der Plastikmasse und sehr schwach saugenden Untergründen kann es während der Trocknung zu Rissbildungen in der Oberfläche kommen. Darüber hinaus kann es bei hoher rel. Luftfeuchtigkeit zu einem Ablaufen der plastischen Struktur kommen.

Das Gesamtbild einer Creativ Technik wird beeinflusst von der Farbtonauswahl und -kombination, der jeweiligen Ausführung der Technik sowie der individuellen Handschrift des Verarbeiters. Wir empfehlen, die Beurteilung des Gesamtbildes anhand von Musterflächen vorzunehmen.

Zur weiteren Ausführung die Angaben in den Praxismerkblättern der zur Anwendung kommenden Produkte beachten.

Die beschriebene Ausführung dieser Technik ist eine bewährte Standardvariante und kann je nach Kreativität des Anwenders individuell abgewandelt und erweitert werden.

Zwischenanstrich

(Grundfarbton für die Technik) Dolomit ELF 900, weiß oder getönt, gleichmäßig, ohne Struktur mit der Kurzflor-Farbwalze 1217 dünnschichtig auftragen.

Nach Trocknung die Fugen erneut mit Linierband 3008, 3 mm, ein Mal abkleben.

Dekogang

Zunächst die Stupffarbtöne festlegen. Sie sollten aufeinander und auf den Grundanstrich abgestimmt sein. Je nach Ausführung zwei oder mehrere Farbtöne (Dolomit ELF 900, weiß oder getönt) vorsehen.

Einen angefeuchteten Naturschwamm 1468 mit dem ersten Akzentfarbton benetzen. Überschüssiges Material durch Aufstupfen des Schwamms auf einen sauberen Karton o. Ä. entfernen. Der so präparierte Naturschwamm wird dann mit gleich bleibendem Druck auf den Untergrund im Stupfverfahren aufgedrückt.

Hierbei die einzelnen Stupfen individuell, mit ungleichmäßigen Abständen zueinander, ohne System auf der Fläche anlegen.

Der Materialauftrag sowie die Strukturausbildung sollte möglichst individuell erfolgen. Hierzu den Schwamm immer wieder neu benetzen und zwischendurch reinigen.

Die verbleibenden Freiräume nach ausreichender Trocknung der bereits aufgetragenen Schwammstrukturen unsystematisch mit den anderen Akzentfarbtönen verschließen.

Dabei sollten die vorhandenen Stupfen überlappt werden.

Anmerkung

Grundsätzlich werden die Creativ Techniken durch die individuelle Handschrift des Verarbeiters geprägt. Daher sollte jeder Arbeitsschritt der Dekogänge, insbesondere bei großen, zusammenhängenden Flächen, jeweils nur von einer Person ausgeführt werden.

Diese Angaben basieren auf langjähriger praktischer Erfahrung. Der Inhalt bekundet kein vertragliches Rechtsverhältnis.

Der Verarbeiter wird nicht davon entbunden, unsere Produkte auf ihre Eignung für die vorgesehene Anwendung in eigener Verantwortung zu prüfen.

Darüber hinaus gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Material und Werkzeugliste Granitsteintechnik mit Dispersionsfarbe

Grundanstrich

Spachtelung

Zwischenanstrich

Dekogang

Überzug

Fugenausbildung

Hilfsmittel

Feinschliff Matador Siliciumcarbid-Papier 220/320er Körnung

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