
Creativ Antikmarmortechnik mit Latexplastik matt LF 904 für akzentreiche, gegliederte Oberflächen in zusammenhängender Farbgebung mit Marmorsteincharakter Die Abbildung vermittelt einen ersten Eindruck des zu erzielenden Oberflächeneffektes, je nach Ausführung der Creativ Technik. Zur Auswahl und Beurteilung von Farbtönen empfehlen wir, Musterflächen anzulegen.
Untergrundbeschaffenheit glatt:
Der Untergrund muss fest, trocken, sauber und tragfähig sowie porenfrei und glatt gespachtelt sein, z. B. mit Handspachtel H 1882. Die geschliffenen, staubfreien Flächen mit Lacryl Tiefgrund LF 595 grundieren.
Grundanstrich Acryl-Fassadenfarbe 100 in weiß, gleichmäßig deckend, ohne Struktur mit der KurzflorFarbwalze 1217 auftragen. Flächen nach Trocknung mit feinem Schleifpapier leicht schleifen.
Flächenaufteilung und Fugenausbildung In der Regel wird diese Creativ Technik in einzelne Teilflächen gegliedert. Besonders geeignet sind realistische Flächenaufteilungen, z. B. Steinquaderformate inkl. der Fugen. Die festgelegte Aufteilung mit einem Bleistift vorsichtig aufzeichnen.
Die Fugen entsprechend der angelegten Flächenaufteilung mit Tesaflex Linierband 3008, 3 mm, doppelt abkleben. Charakteristik Außergewöhnliche Strukturtechnik mit in sich fein nuanciertem Farbeffekt und glatter Oberfläche. Bei dieser Technik handelt es sich um die Rekonstruktion der historischen Stuckmarmortechnik mit modernen Materialien. Hierzu wird Plastikmasse aufgetragen, getönte Dispersionsfarbe (Akzentfarbtöne) in die nasse Farbschicht eingearbeitet und die Fläche modelliert. Die Gesamtfläche wirkt im Verbund harmonisch und optisch zusammenhängend. Nach Trocknung bleibt eine nuancierte, fein reliefartige, dynamische Oberfläche zurück.
Für individuelle Gestaltungen an Wandflächen im Innenbereich.
Zur optischen Betonung von Wandspiegeln, Sockelflächen, Schmuckbändern u. Ä. Besonders einzelne Raumelemente wie Pfeiler oder Säulen können mit dieser Technik wirkungsvoll in Szene gesetzt werden.
Latexplastik matt LF 904 weiß bzw. eingefärbt in mittlerer Schichtdicke vollflächig mit der Heizkörper-Farbrolle 1492 auftragen und mit der SchaumstoffStrukturwalze 1104 verschlichtend strukturieren. Die nasse Schicht mit dem Duo-Flex-Flächenspachtel, rostfrei 1290 glätten.
Nach ausreichender Trocknung der Spachtelung die Flächen mit feinem Schleifpapier von Hand oder maschinell mit einem Festool Rotex Ro 150 E-Plus 3247 mit Absaugung bis zur Oberflächenglätte schleifen. Abschließend die Flächen mit Latexplastik matt LF 904 weiß bzw. eingefärbt mit dem DuoFlex-Flächenspachtel, rostfrei 1290 abporen. Die Flächen nach Trocknung mit dem Kork-Schleifklotz 1267 oder dem Festool Rotex RO 150 E-Plus mit feinem Schleifpapier nochmals vorsichtig schleifen.
Anschließend das Tesaflex Linierband 3008 entfernen. Hierzu die Flächen mit dem ViskoseSchwamm 1270 anfeuchten und nach einer kurzen Einwirkzeit das Klebeband vorsichtig entfernen.
Für eine naturgetreue Darstellung des Marmoreffektes werden vor dem Dekogang Aderstrukturen angelegt.
Hierzu die Basismischung im gewählten Farbton mit dem Spitzpinsel 1380 schmal und erhaben im diagonalen Richtungsverlauf auftragen.
Nach Trocknung der Adern eingefärbte Basismischung in mittlerer Schichtdicke mit einem Flachpinsel gleichmäßig auftragen. In die noch nasse Schicht mit dem Ölstrichzieher 1239 zwei Akzentfarbtöne (Basismischung) ineinander modellierend einarbeiten.
In den einzeln auszubildenden Teilflächen immer die gleichen Farbtöne verwenden.
Das Entfernen der Klebebänder erfolgt vorzugsweise nach Trocknung der letzten Teilflächenbehandlung. Hierzu die Flächen leicht anfeuchten und nach kurzer Einwirkzeit die Klebebänder vorsichtig entfernen.
Nach ausreichender Trocknung die größeren Strukturerhebungen bis zu einer gleichmäßigen, reliefartigen Oberfläche mit dem Kork-Schleifklotz 1267 oder dem Festool Rotex RO 150 E-Plus schleifen und die Flächen entstauben (nicht glatt schleifen).
Acryl-Fassadenfarbe 100 weiß bzw. getönt mit der KurzflorFarbwalze 1217 gleichmäßig mit einer geringen Struktur dünnschichtig auftragen.
Nach Trocknung des Zwischenanstrichs die Fugen erneut mit Tesaflex Linierband 3008, 3 mm, doppelt abkleben.
Da sich das Gesamtbild aus einzelnen Flächen (Steinquadern) mit zum Teil unterschiedlichen Strukturverläufen zusammensetzt, wird jede Teilfläche einzeln bearbeitet. Steinquader mit gleicher Optik können gleichzeitig bearbeitet werden.
Vor Beginn des Dekogangs die zu behandelnden Teilflächen konturgenau mit FeinkreppMaskenband 1589 abkleben.
Die Klebebänder erst direkt vor jeder Spachtelung anbringen und unmittelbar danach wieder entfernen.
Für die meisten Dekogänge wird eine Basismischung aus Latexplastik matt LF 904 und Handspachtel H 1882 eingesetzt.
Diese beiden Materialien im Mischungsverhältnis ca. 2 : 1 mischen (2 Teile Latexplastik matt LF 904 und 1 Teil Handspachtel H 1882). Diese Mischung, je nach Dekogang, mit Dolomit ELF 900, getönt, einfärben (Mischungsverhältnis ca. 2 Teile Basismischung und 1 Teil Dolomit ELF 900).
Die Basismischung grundsätzlich erst direkt vor der Ausführung ansetzen.
Vor dem Schlämmanstrich die Fugen erneut doppelt abkleben. Latexplastik matt LF 904, eingefärbt mit Dolomit ELF 900, getönt, (MV max. 5 : 1) in mittlerer Schichtdicke mit der Heizkörper-Farbrolle 1492 auftragen und mit z. B. dem Maler-Lackierpinsel, flach 1209 verschlichten (nicht oberflächenbündig auffüllen).
Nach ausreichender Trocknung die Strukturerhebungen bis zu einer gleichmäßigen, immer noch reliefartigen Oberfläche mit dem Kork-Schleifklotz 1267 oder dem Festool Rotex RO 150 EPlus behutsam schleifen und die Flächen entstauben (nicht glatt schleifen).
Letzte Unebenheiten oberflächenbündig im Fleckverfahren im Verbund mit Latexplastik matt LF 904, eingefärbt mit Dolomit ELF 900, getönt, (MV max. 5 : 1) mit dem Duo-Flex-Flächenspachtel, rostfrei 1290 glätten.
Flächen nach Trocknung mit dem Kork-Schleifklotz 1267 oder dem Festool Rotex RO 150 EPlus grob vorschleifen und mit feinem Schleifpapier von Hand nachschleifen.
Das Entfernen der Klebebänder erfolgt vorzugsweise nach Trocknung der letzten Teilflächenbehandlung. Hierzu die Flächen leicht anfeuchten und nach kurzer Einwirkzeit die Klebebänder vorsichtig entfernen.
Bei sehr dickschichtigem Auftrag der Latexplastik matt LF 904 kann es während der Trocknung zu Rissbildungen in der Oberfläche kommen. Darüber hinaus kann es bei hoher rel. Luftfeuchtigkeit zu einem Ablaufen der plastischen Struktur kommen. Die Fugenkanten dann nachträglich mit einem Cupschnittmesser oder einem Phasenprüfer (Schraubendreher) korrigieren.
Das Abtönen der Latexplastik matt LF 904 bzw. der Basismischung kann auch mit Voll- und Abtönfarbe 951 erfolgen.
Das Gesamtbild einer Creativ Technik wird beeinflusst von der Farbtonauswahl und -kombination, der jeweiligen Ausführung der Technik sowie der individuellen Handschrift des Verarbeiters. Wir empfehlen, die Beurteilung des Gesamtbildes anhand von Musterflächen vorzunehmen.
Zur weiteren Ausführung die Angaben in den Praxismerkblättern der zur Anwendung kommenden Produkte beachten.
Die beschriebene Ausführung dieser Technik ist eine bewährte Standardvariante und kann je nach Kreativität des Anwenders individuell abgewandelt und erweitert werden.
2x Lacryl Glanzsiegel 264 gleichmäßig ohne Struktur mit der Kurzflor-Farbwalze 1217 auftragen und sofort mit der Schaumstoff-Lackierwalze, bügelseitig rund 1135, nachbehandeln. Vor dem zweiten Anstrich die Flächen nach ausreichender Trocknung mit feinem Schleifpapier schleifen.
Handspachtel H 1882, leicht eingefärbt mit Dolomit ELF 900, getönt, mit dem Finger oder einem Lappen in die Fugen einarbeiten. Überschüssiges Material mit dem angefeuchteten Viskose-Schwamm 1270 behutsam entfernen.
Nach ausreichender Trocknung die Flächen erneut mit einem Viskose-Schwamm 1270 anfeuchten und restliche Schlieren vorsichtig entfernen. Nach Trocknung die Flächen gut reinigen, ggf. schleifen, und noch einmal mit Lacryl Holzsiegel 264, glänzend, 2 : 1 wasserverdünnt, überstreichen.
Grundsätzlich werden die Creativ Techniken durch die individuelle Handschrift des Verarbeiters geprägt. Daher sollte jeder Arbeitsschritt der Dekogänge, insbesondere bei großen, zusammenhängenden Flächen, jeweils nur von einer Person ausgeführt werden.
Diese Angaben basieren auf langjähriger praktischer Erfahrung. Der Inhalt bekundet kein vertragliches Rechtsverhältnis.
Der Verarbeiter wird nicht davon entbunden, unsere Produkte auf ihre Eignung für die vorgesehene Anwendung in eigener Verantwortung zu prüfen.
Darüber hinaus gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Klebebänder erst direkt vor jedem Dekogang anbringen und unmittelbar danach wieder entfernen.
Das Strukturieren zügig und nur einmal durchführen. Wiederholtes Bearbeiten der Flächen führt zu deutlichen Veränderungen im Oberflächenbild.
Antikmarmortechnik mit Latexplastik matt LF 904 (Teil II)
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