Raumwirkung - Tapeten verändern Räume

Der ganze Raum kann durch eine Wandgestaltung verändert werden. Sie können sich ganz nach Geschmack Ihre eigenen Muster und Farben auswählen.

Zur Zeit sind Farben und verschiedenste Muster im Trend. Aber bei so einer große Auswahl fällt die Wahl selten leicht.

Wenn Sie sich Ihre Wohnung genau ansehen, können Sie mit Mustern und Farben nicht nur Ihren Raum verschönern sondern auch ungünstige Grundrisse, Raumhöhe und Lichtverhältnisse beeinflussen.
So ist es möglich mit Tapeten und Farben Ihre Räume wohnlich zu gestalten aber auch optisch zu verändern.

Unsere Raumwahrnehmung geht weit in die Vergangenheit zurück und wird noch heute vom früheren Naturerlebnis des Menschen beeinflusst und bestimmt.
Hell ist der Himmel über uns und dunkel der Boden unter unseren Füßen. Ist ein Raum eher groß und mit Licht durchflutet, fühlen wir uns unsicher, verloren aber auch frei.

In dunklen Räumen hingegen fühlen wir uns beengt, aber auch behütet und beschützt.
Ebenfalls dem Urinstinkt entspricht die Reihenfolge in der wir den Raum erfassen:
Zuerst schauen wir auf den Boden, um zu testen ob dieser stabil ist.

Danach schauen wir uns um und erfassen die gesamte Umgebung, suchen Blickkontakt und sammeln Informationen. Sobald aus dem Orientieren eine ‚’Langeweile’’ entsteht, erst dann rückt die Decke in unser Blickfeld.
Auf diesen visuellen Ablauf: Boden-Wand-Decke, nimmt die Raumgestaltung Einfluss.

So achtet man zum Beispiel bei einer Wand mit starken Wandfarben oder ausgefallenen Mustern zuerst auf die Wand, anstatt auf den Boden.Neben der Blick- und Bewegungssteuerung kann man auch den gesamten Eindruck beeinflussen.
Zum Beispiel kann man architektonische Unstimmigkeiten und kleine Mängel leicht überspielen.

Decke und Boden

Ein Dunkler Fußboden schafft ein Fundament, welches dem Raum Stabilität und Sicherheit gibt.
Werden die Wände hell gestaltet, erscheint der Raum großzügig und weit.
Sind Boden und Wände allerdings dunkler als die Decke, gewinnt der Raum optisch an Höhe, das nennt man den „Nest-Effekt“.
Eine dunkle Decke wirkt wie ein schützendes Dach und lässt hohe Räume niedriger wirken.
Wenn der Deckenfarbton z.B. an Möbeln noch einmal auftaucht, entsteht ein Gleichgewicht und die Decke wirkt weniger solitär.

Muster

Muster sind in vielen Kulturkreisen und Religionen von elementarer Bedeutung.
Geometrische Muster sind populär und bei gegenständlichen Motiven steht die Bildbotschaft im Vordergrund.
Muster können den Raum stark verändern:
Große Muster in dunklen Tönen verkleinern die Wandfläche und verschieben die Proportionen.
Kleine Muster hingegen bewirken das genaue Gegenteil, sie weiten den Raum optisch.
Weitere Arten von Mustern sind zum Beispiel: statisch, abstrakt, organisch, floral, ornamental und zufällig.

Akzentwand

Eine Wand die dunkel akzentuiert wird, verkürzt den Raum optisch.
Die Akzentwand drängt den Blick optisch zur Mitte des Raumes, Kontrastfarben wirken vor einer solchen Wand äußerst prägnant.
Werden Akzentwand und Boden ähnlich gestaltet, entsteht eine optische Verbindung die den Raum eventuell verkürzt, aber ihn gemütlich wirken lässt.

Streifen

Längsstreifen verengen den Raum und lassen ihn höher wirken.
Querstreifen bewirken das Gegenteil: der Raum erscheint niedriger und breiter.
Ruhe und Weite erzielen Sie mit einer dezenten, horizontalen Betonung im unteren Drittel der Wandfläche.